ART Kreuzberg 2017

Programm-Heft ART Kreuzberg 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

REGINE CURIONI

KLEINE WERKSCHAU

seit 1969 in Berlin-Kreuzberg
Kunst-und Sozialpädagogin

seit 1990 Gruppen-und Einzelausstellungen
Malerei – Acryl-und Aquarell-Mischtechnik

“ In meiner Malerei geht es mir um ein Hervorheben, Verfremden und Verstärken des Gesehenen in der Natur.
Diese Ästhetik, die ständige Veränderung im Wachsen und Vergehen – das Morbide und Wilde zeigen meine Bilder.“

 

 

BEATE SEEL

 

 

 

TITEL: KREUZBERG-MAGHREB-KREUZBERG

 

Berlin und Nordafrika spannen einen wohl recht weiten thematischen Bogen
für eine Ausstellung. Für mich spiegeln sich darin die beiden zentralen
Aspekte meines Daseins wider: mein Leben in Kreuzberg und meine Arbeit
als Redakteurin der taz, wo ich für den Nahen und Mittleren Osten sowie
Nordafrika zuständig bin. Doch wer
eine inhaltliche Klammer sucht, wird sie in meinen Bildern von beiden
Seiten des Mittelmeeres auch finden.

Meine Faszination von Berliner Hinterhöfen mit ihren Durchblicken
und Torbögen fand im Zuge meiner zahlreichen dienstlichen und privaten
Reisen in mein Berichtsgebiet – unter anderem nach Ägypten,
Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko – neue Nahrung, freilich in einem
anderen gesellschaftlichen und architektonischen
Kontext. Wer beispielsweise schon einmal in Tunesien war, wird sich an
die Türen mit ihren vielfältig gestalteten Bögen erinnern. Die
traditionelle Bauweise ist, auch klimatisch bedingt, auf den begrünten
Innenhof mit einem Wasserbecken ausgerichtet, im Gegensatz zu der eher
kargen Landschaft. In Persien wurde ein solcher Innenhof als Paradies
bezeichnet, ein Begriff, der später von den Griechen übernommen wurde.

Ein Kontrast ergibt sich zweifellos aus dem Licht Nordafrikas im
Vergleich zu der oft eher düster anmutenden Atmosphäre im alten
Kreuzberg SO 36 zu Zeiten der Hausbesetzerbewegung in den 1980iger Jahren.

Gezeichnet und gemalt habe ich, so lange ich denken kann, eine formale
Ausbildung habe ich jedoch nie gemacht. Das handwerk mit all seinen
Facetten habe ich in den achziger Jahren bei dem Berliner Maler Reinhard
Stangl gelernt. Und natürlich lag sein damaliges Atelier in einem
Hinterhof, in der Kreuzberger Oranienstraße.

 

JAN AINE

Der Künstler Jan Aine studierte Architektur an der UDK Berlin.

Mit seinen abstrakten Bildern zeigt er Materialoberflächen,
macht sie zu Fassaden und geht weiter, tiefer.
Hierbei schärft sich in der zurückgenommenen Sichtbarkeit der Blick für die Qualität im Inneren.
So wirken die Arbeiten mit ihrer elementaren Ästhetik wie Landschaften – auch wie verletzte Haut.
Jan Aine ist es gelungen, zart und fein offen zu legen, was sich im Stoff ehrlich zeigt.

 

 

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Pia

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